Aufruf zur Unterstützung der Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über die Beatmungsentwöhnung im Zuge des GKV-IPReG

Aufruf zur Unterstützung der Berichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über die Beatmungsentwöhnung im Zuge des GKV-IPReG


(Von Christoph Jaschke, Präsident der DIGAB e.V. / Moderator des GKV-IPReG ThinkTanks)

Immer wieder hören wir, die Deutsche interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V., und der GKV-IPReG ThinkTank, eine Interessenvertretung der Menschen mit Intensivpflegebedarf, dass Menschen gegen ihren Willen dekanüliert oder geweant werden. Nicht selten kommen sie hierbei zu Schaden, und im schlimmsten Fall versterben sie.

Dies erfüllt uns mit größter Sorge.

Wir erfahren aus den vielen Gesprächen auch, dass es offensichtlich in Deutschland bis heute keine standardisierten Aufklärungsbögen über die Beatmungsentwöhnung gibt. Zudem fehlen verlässliche Zahlen über die Überlebensrate nach einer Beatmungsentwöhnung.

Dies ist eine dramatische Situation, die so nicht hingenommen werden kann.

Wir haben das Glück, dass das öffentlich-rechtliche Fernsehen auf uns zugekommen ist, um über diese Situation zu berichten. Diese Chance möchten wir zum Wohle der Menschen mit außerklinischer Intensivversorgung nutzen und die Verbindung der Menschen, die im Zusammenhang mit der Beatmungsentwöhnung schlechte Erfahrungen gemacht haben, mit den Journalist*innen herstellen.

Wir suchen also Menschen und / oder Familien, die bereit sind, den Journalist*innen Auskunft zu geben. Natürlich werden diese Gespräche streng vertraulich geführt. Sie finden unter absoluter Verschwiegenheit statt, damit niemand in eine schwierige Situation gerät.

Für die Kontaktaufnahme haben wir zwei Wege installiert:

  1. Es gibt die Rufnummer 0800 66 80 100, unter der Sie uns erreichen,
  2. Es gibt ein Hinweisgeber-Tool für anonyme Meldungen unter https://frauodysseus.de/hinweisgeber-aki/ Dort eingehende Meldungen werden von Rechtsanwältin Sabine Nagel bewertet und anonym an die Journalist*innen weitergegeben.

Geben Sie sich einen Ruck und berichten Sie, wenn Sie schlechte Erfahrungen im Zusammenhang mit der Beatmungsentwöhnung gemacht haben und helfen Sie damit Ihren Mitmenschen

Danke für Ihre Mitwirkung!

16. Mai 2024