Seit 1997 ist mit Riluzol allerdings ein Wirkstoff zugelassen, der den Verlauf der Erkrankung verlangsamt. Edaravone ist nach Riluzol der zweite Wirkstoff, der in einer klinischen Studie das Fortschreiten der Erkrankung verzögert hat. Die für die Zulassung maßgebliche Studie wurde in Japan durchgeführt, wo das Mittel seit 2015 zur Behandlung der ALS zugelassen ist. Die Verträglichkeit von Edaravone scheint im Allgemeinen gut zu sein. Die FDA gibt als häufigste Nebenwirkungen Blutergüsse und Gangstörungen an. Allerdings kann zu lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitsreaktionen auf den Inhaltsstoff Natriumbisulfit kommen mit Urtikaria, Ödemen oder Atemnot.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Antioxidans Edaravone zur Behandlung der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) zugelassen. In einer klinischen Studie ist es dank des Antioxidans gelungen, das Fortschreiten der Neurodegeneration zu verzögern. Das Mittel wird bereits jetzt schon in dieser Indikation in Japan eingesetzt.Da das Mittel derzeit noch nicht oral verfügbar ist und schnell im Körper abgebaut wird, sind regelmäßige Infusionen von 60 Minuten Dauer notwendig. Das Medikament wird immer zyklisch verabreicht. Jeder Zyklus dauert 14 Tage. Im ersten Zyklus erhalten die Patienten an allen Tagen eine Infusion. Es folgt eine 14-tägige Pause. In allen folgenden Zyklen werden die Infusionen nur an den ersten der 14 Tage verabreicht. Nach jedem Zyklus erfolgt eine 14-tägige Pause. In den Niederlanden wird seit einigen Jahren an einer oral-verabreichbaren Variante des Medikaments geforscht.
30. Juni 2017





















































