Nach Aussage der Autoren geht man momentan davon aus, dass die Entstehung von iBALT ein ganz zentraler Aspekt bei einer Verschlechterung von COPD ist – wie diese Lymphknoten aber entstehen war bisher unklar. Die Lungenspezialisten suchten daher nach bekannten Abläufen in anderen Lymphgeweben und wurden auf den Oxysterol-Stoffwechsel aufmerksam. Oxysterole sind Abkömmlinge des Cholesterins und spielen in vielen unterschiedlichen biologischen Prozessen eine Rolle, unter anderem bei der Wanderung von Immunzellen in das Lymphgewebe. Die Frage war nun, ob dieser Stoffwechselprozess auch im Umfeld der Lunge und speziell bei einer durch Zigarettenrauch bedingten COPD von Bedeutung ist.
Oxysterol-Stoffwechsel als Angriffspunkt
Tatsächlich fanden die Forschenden sowohl im Versuchsmodell als auch in der Lunge von COPD-Patienten erhöhte Mengen der Enzyme, die für den Oxysterol-Stoffwechsel verantwortlich sind, sowie Immunzellen die ins Gewebe einwanderten. In weiteren Versuchen zeigte sich, dass die iBALT-Bildung gehemmt ist, wenn die Stoffwechsel-Enzyme nicht vorhanden sind. Dadurch wurde auch das Einwandern von Immunzellen verhindert und die Lunge nahm trotz Zigarettenrauch keinen Schaden.
Die Forschenden versuchten anschließend diesen Effekt nachzuahmen, indem sie den Oxysterol-Stoffwechselweg im Modellversuch mit einem Hemmstoff blockierten. Und tatsächlich konnten sie so das Einwandern der Immunzellen nach Zigarettenrauch-Reizung und damit die iBALT-Bildung verhindern. Ziel sei es nun, die Ergebnisse auf den Menschen zu übertragen, um möglicherweise in die Entstehung von COPD eingreifen zu können.





















































