Das ist die Pro Care 2026 – Pflegefachmesse vom 10. bis 11. Februar 2026 in Hannover

Das ist die Pro Care 2026 – Pflegefachmesse vom 10. bis 11. Februar 2026 in Hannover


Wie kann Pflege zukunftsfähig gestaltet werden? Antworten darauf gibt die Pflegefachmesse Pro Care, die am 10. und 11. Februar 2026 zum zweiten Mal auf dem Messegelände in Hannover ausgerichtet wird.

Die Pro Care richtet sich an Entscheiderinnen und Entscheider ebenso wie an Pflegefachkräfte aus allen Bereichen der Pflege. Inhaltlich spannt sie den Bogen von Pflege und Hygiene über Therapie und Aktivierung, digitales Management und Technik bis hin zu Küche und Ernährung, Beruf und Bildung sowie Raum und Gestaltung. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) gestaltet inhaltlich den begleitenden Fachkongress „Zukunft pflegen“, der parallel zur Messe stattfindet.

Beim heutigen Pressetermin stimmten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Pflegepraxis und Wirtschaft gemeinsam auf die kommende Veranstaltung ein.

„Eine gute und verlässliche Pflege ist ein zentraler Baustein unserer Gesundheitsversorgung in Niedersachsen“, sagte Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi auf der Pressekonferenz. „Ich freue mich, dass Hannover auch in diesem Jahr wieder zur Pflegehauptstadt wird und ich wieder Schirmherr dieser wichtigen Messe sein kann. Die Pro Care macht sichtbar, wie wichtig der Austausch zwischen Pflegepraxis, Wirtschaft und Politik ist, um Versorgungssicherheit, Fachkräftegewinnung und innovative Lösungen voranzubringen und die Pflege zukunftsfähig zu gestalten.“

Foto: Dr. Andreas Philippi (Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung).
Bild: Deutsche Messe / Rainer Jensen

Pflegefachmesse Pro Care vom 10. bis 11. Februar 2026 in Hannover kompakt

  • Spitzenpolitik dabei: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Niedersächsischer Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi sowie die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Katrin Staffler, mit Keynote vertreten
  • Ausgebuchte Ausstellung: rund 250 Unternehmen präsentieren ihre Lösungen
  • Auf der Bühne: Dr. Johannes Wimmer („Pflege-ABC”) TV-Meteorologe Sven Plöger und Schauspielerin Katy Karrenbauer
  • Interaktive Mitmachangebote: Yoga, Life Kinetik, Atemübungen, praxisnahen Workshops in der Pop-up-Area und geführten Innovation Tours
  • Wertschätzung für Pflegekräfte: Pro Care Hero Award wird verliehen
  • Pro Care als Fortbildung: Bis zu 10 RbP Fortbildungspunkte
  • Fachkongress „Zukunft pflegen” – kuratiert vom bpa e. V
  • AMECA vor Ort – den wohl fortschrittlichsten humanoiden Pflegeroboter weltweit erleben

Politische Schirmherrschaft und Eröffnung
Eröffnet wird die Pro Care am 10. Februar 2026 von Bundesgesundheitsministerin und Schirmherrin Nina Warken. Außerdem spricht die Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Katrin Staffler, auf der Pro Care über aktuelle politische Rahmenbedingungen und die Frage, wie Pflege in Deutschland verlässlich gestaltet werden kann. Auch Philippi begleitet die Messe ebenfalls als Schirmherr und setzt in seiner Keynote einen regionalen Schwerpunkt auf Versorgungssicherheit, Fachkräftegewinnung und Zusammenarbeit in Niedersachsen.

Antje Heubeck, Geschäftsführerin der Kinderpflege Bärenstark, sprach sich beim Pressetermin dafür aus, vorhandene Ressourcen konsequent zu bündeln, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Dazu gehöre auch die weitere Professionalisierung der Pflege durch Akademisierung sowie klar definierte und zugelassene Kompetenzbereiche für Pflegefachpersonen.

Foto: Mittels VR-Brille konnten Extremsituationen im Pflegealltag virtuell durchlebt werden.
Bild: Deutsche Messe / Rainer Jensen

Ausstellung bereits ausgebucht. Rund 250 Unternehmen sind dabei
Bereits Wochen vor Messebeginn war die Ausstellungsfläche der Pro Care 2026 vollständig vergeben. Insgesamt präsentieren rund 250 Unternehmen in Hannover ihre Produkte für die Pflegepraxis. „Alles, was Pflege heute und in Zukunft braucht, finden Besucherinnen und Besucher auf der Pro Care an einem Ort. Hilfsmittel, Technik und IT, Raumausstattung, Nahrungs- und Hygieneversorgung, Aus- und Weiterbildungsangebote für Personal, Lösungen für effiziente Organisation, sowie Angebote zur Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner.“, sagte Heike Grosch, Projektleiterin der Pro Care. Besonders stark vertreten sind in diesem Jahr digitale und KI-gestützte Anwendungen, die Pflegeeinrichtungen organisatorisch und wirtschaftlich entlasten. Dazu zählen unter anderem die KI-basierte Wunddokumentation WoundGenius von imito, 3D-Bewegungsanalysen zur Sturzprävention von Lindera, intelligente Hausnotrufsysteme von Veli sowie das rectify Sensorshirt von MinkTec, das zur Prävention von Rückenleiden beitragen kann, indem es die Körperhaltung von Pflegekräften während der Arbeitszeit optimiert. Ebenfalls vorgestellt wird das IoT-basierte Energiemonitoring von better. Energy von Betterspace. CRM-Lösungen für das Aufnahmemanagement werden von Anbietern wie CareMates, Care.One und CareNext vorgestellt.

Weitere Unternehmen zeigen Lösungen zur Förderung von Mobilität, Aktivierung und Lebensqualität von Menschen mit Pflegebedarf. Darunter das „Smart Pedal Vehicle“ von mocci und Care-Mobilitätskonzepte. Im Bereich Küche und Ernährung präsentieren Anbieter wie Biozoon spezielle Ernährungslösungen. Zum Beispiel für Menschen mit Schluckbeschwerden und Mangelernährung.

Hersteller wie ABENA, Lohmann & Rauscher, Multimatic, THEOcare Hygiene und Miele zeigen moderne Wäsche-, Reinigungs- und Desinfektionssysteme, die Effizienz und Nachhaltigkeit im Pflegealltag verbinden. Ergänzt wird das Angebot durch Anbieter von Berufsbekleidung wie Clinotest und Clinic & Job Dress mit strapazierfähiger, funktionaler Kleidung für den Pflegealltag.

Auch bekannte Marken und Institutionen wie Edeka Foodservice, MEDIFOX DAN, opta data und das Fraunhofer Institut sind 2026 vertreten. Das Fraunhofer EMFT bringt mit SoreAlert ein intelligentes Sensorpflaster mit, das eine automatisierte Überwachung gefährdeter Körperbereiche ermöglicht und frühzeitig vor Druckgeschwüren warnt. Außerdem sind unter den ausstellenden Unternehmen Akteure aus stationärer und ambulanter Pflege, Krankenhäusern und Krankenkassen, darunter die Alloheim Gruppe, die AOK Niedersachsen, das Vinzenzkrankenhaus, das Städtische Klinikum Braunschweig und die Klinik Wahrendorff.

Foto: ProCare 2025, Live-Demponstration myo Die Kommunikationsapp für die Pflegebranche, Halle 7, InnoCircle.
Bild: Deutsche Messe / Rainer Jensen

Das Bühnenprogramm steht im Zeichen von Austausch und Innovationen
Auf der SpotlightStage stehen konkrete Lösungen für den Pflegealltag, neue Versorgungskonzepte und strategische Fragen der Branche im Mittelpunkt. Am 11. Februar spricht hier der Mediziner und TV-Moderator Dr. Johannes Wimmer über Herausforderungen, die Pflegekräfte und Einrichtungen im Alltag erleben. Er bringt zudem sein digitales Lernformat „Pflege ABC“ mit nach Hannover, das Pflegewissen in kurzen, praxisnahen Einheiten vermittelt.

Auch die enge Einbindung politischer Akteure spielt bei der Pro Care eine zentrale Rolle. Im Rahmen des UVN-Dialogs „Niedersachsen im Blick“ wird über den politischen Rahmen in der Pflege diskutiert. Nach einem Impulsvortrag von Dr. Andreas Philippi auf der Spotlight-Stage stehen die aktuellen Herausforderungen der Pflege sowie die gemeinsame Verantwortung von Politik, Trägern und Gesellschaft im Fokus. In der anschließenden Gesprächs- und Fragerunde beleuchten unter anderem Dr. Jürgen Peter (AOK Niedersachsen), Hans-Joachim Lenke (LAG FW), Bernd Meurer (bpa), Katrin Staffler (Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung) und Doris Petersen (Hannover Impuls) verschiedene Perspektiven. Moderiert wird der Dialog von Benedikt Hüppe.

Auf der InnoStage powered by MEDIFOX DAN präsentieren Start-ups und etablierte Unternehmen ihre Innovationen in kompakten Pitches. Moderiert wird die Bühne von Pflege-Influencer John Victor Lopes, der sich in seinem Vortrag „Der Pflegekommunikator“ mit der Sichtbarkeit von Pflege in sozialen Medien beschäftigt.

Mit dem neuen Dialogformat „Das Boot – sponsored by opta data, schafft die Pro Care Raum für Gespräche über Haltung, Würde und Verantwortung in der Pflege. Moderator Michael Hagedorn diskutiert hier unter anderem mit der bekannten Demenzexpertin Sophie Rosentreter und Ulrich Zerhusen, der sich als Familienunternehmer in der Pflege für mehr Wertschätzung und eine neue Wertung dieser einsetzt.

Foto: Der Serviceroboter „BellaBot“ hat vor Ort veranschaulicht, wie technologische Lösungen Serviceprozesse im Pflegealltag unterstützen können. Bild: Deutsche Messe / Rainer Jensen

In Zusammenarbeit mit dem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderten „Cluster Zukunft der Pflege“ des Pflegepraxiszentrums der Medizinischen Hochschule Hannover entsteht zudem eine neue Best-Practice-Fläche und Trend-Show. Hier können innovative Lösungen unmittelbar erlebt werden, darunter der humanoide Roboter AMECA, der vom Oldenburger Institut OFFIS präsentiert wird. Dieser gilt aktuell als einer der menschenähnlichsten Roboter weltweit.

„Pflege ist wesentlich geprägt durch handlungsorientierte Tätigkeiten, enge zwischenmenschliche Beziehungen und die Orientierung an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Technische Innovationen wie Roboter können Pflegende daher sinnvoll unterstützen, sie jedoch nicht ersetzen. Eine zukunftsfähige Strategie liegt darin, technische Innovationen gezielt für körperlich belastende, zeitintensive oder organisatorische Aufgaben einzusetzen, um Pflegende im Arbeitsalltag zu entlasten und ihnen mehr Zeit für eine personenzentrierte Pflege zu ermöglichen“, sagte Dr. Regina Schmeer-Oetjen, Projektleiterin des Pflegepraxiszentrums der MHH. Entscheidend sei dabei, dass Pflegende frühzeitig in die Entwicklung und Einführung technischer Innovationen eingebunden werden, damit diese tatsächlich als Entlastung wahrgenommen und wirksam genutzt werden können.

Foto: Therapie-Robbe „Paro“, die mittels emotionaler Robotik Patienten unterstützen kann mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder langen stationären Aufenthalten umzugehen. Bild: Deutsche Messe / Rainer Jensen

Pflegekräfte im Mittelpunkt
Neben Produkten und Konzepten richtet die Pro Care den Blick auf die Menschen, die in der Pflege arbeiten. Auf der Mitmachfläche „Die Ladestation“ stehen Entlastung, Gesundheit und Resilienz im Fokus. Angebote wie Atemübungen, Yoga, Life Kinetik und Impulse für besseren Schlaf bei Schichtarbeit bieten konkrete Anregungen für den Berufsalltag.

Ergänzt wird das Programm durch praxisnahe Workshops in der Pop-Up-Area und die Verleihung des Pro Care Hero Awards am 10. Februar auf der SpotlightStage. Hier wird eine Pflegekraft für ihr besonderes Engagement gewürdigt und ausgezeichnet.

Die geführten Innovation Tours präsentieren ausgewählte Lösungen und Geschäftsmodelle entlang zentraler Zukunftsthemen der Pflege und schaffen damit auch für Investorinnen und Investoren einen gezielten Zugang zu innovativen, skalierbaren Ansätzen mit Marktpotenzial.

Begleitender Fachkongress „Zukunft pflegen“
Parallel zur Messe findet im Convention Center der Kongress „Zukunft pflegen“ statt. Inhaltlich wird dieser vom bpa Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. gestaltet.

Der erste Kongresstag widmet sich politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen, der zweite Tag greift Themen wie Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit auf. Auch prominente Stimmen bringen neue Perspektiven ein: So wird Diplom-Meteorologe und Fernsehmoderator Sven Plöger am ersten Kongresstag Teil einer Diskussionsrunde zum Thema Klimawandel und notwendigen Hitzeschutzmaßnahmen von Pflegeeinrichtungen sein.

„Kurz nach dem Jahreswechsel analysieren wir mit Verbändespitzen und Praktikern die kürzlich verabschiedeten Pflegegesetze und die Pläne für eine neue Pflegereform. Die Workshops des Kongresses widmen sich wieder den Themen, die die Betreiberinnen und Betreiber sowie die Leitungskräfte der Pflegeeinrichtungen wirklich bewegen: Personalgewinnung, Leadership, Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung und die nachhaltige Gestaltung der Pflege stehen dabei im Mittelpunkt“, sagte Martin von Berswordt-Wallrabe, Leiter des Geschäftsbereich Public Affairs beim bpa.

Fortbildungspunkte, App und Geländeshuttle
Die Pro Care ist als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Mit dem Messebesuch können bis zu zehn RbP-Fortbildungspunkte gesammelt werden. Die Pro-Care-App bündelt Programm, Hallenplan, Ausstellerübersicht und Networking-Funktionen. Ein kostenloser Shuttle-Service verbindet den Eingang Messe NORD mit der Pro Care Halle 7.

Bitte beachten Sie: Ab dem 11. Februar findet parallel die Messe ABF statt. Der Zugang zur ABF erfolgt über Eingang NORD1 und gilt nicht für die Pro Care.

Titelbild: v. l. n. r.: Antje Heubeck (Geschäftsführerin Kinderpflege Bärenstark), Martin v. Berswordt- Wallrabe (Leiter Geschäftsbereich Public Affairs, bpa), Dr. Regina Schmeer-Oetjen (Projektleiterin, Pflegepraxiszentrum Hannover), Dr. Andreas Philippi (Niedersächsischer Gesundheitsminister) und Heike Grosch (Projektleiterin Pro Care, Deutsche Messe) Bild: Deutsche Messe / Rainer Jensen

Quelle Text und Abbildungen: Deutsche Messe AG

4. Februar 2026