Erste Hilfe gerne, aber bloß keine Herzmassage

Nicht mal jeder Vierte hält sich für einen guten Ersthelfer, mit zunehmendem Alter sind es noch weniger. Trotzdem trauen sich zwei Drittel der Deutschen zu, bei einem Unfall Erste Hilfe zu leisten – allerdings beschränken sich die bei den meisten Befragten auf eine organisatorische und psychologische Unterstützung. Nur wenige trauen sich lebensrettende Maßnahmen, wie die Herzmassage zu. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Defibrillatoren. 40 Prozent der Befragten würden ihn aus Angst, etwas falsch zu machen, nicht selbst einsetzen wollen. Das ergab eine Umfrage des Instituts Toluna im Auftrag der Asklepios Kliniken. Befragt wurden 1.000 Deutsche ab 18 Jahren, repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Bundesland im Juli und August 2017.Diese Angst ist jedoch unbegründet. Denn die Defibrillatoren beispielsweise, die an immer mehr öffentlichen Orten zur Verfügung stehen, lassen sich kinderleicht bedienen. Ein Herz damit versehentlich zum Stehen zu bringen, wie es in Spielfilmen mitunter gezeigt wird, kann mit den modernen Geräten nicht passieren. Ebenso einfach ist die Herzmassage: Es gibt sogar mehrere Apps, die zeigen, wie sie geht. Auch dieses Video demonstriert, was jeder Laie tun kann, wenn jemand zusammenbricht und nicht mehr atmet. Die Studie zeigt, dass fast zwei Drittel der Befragten eine solche kostenlose Lebensrettungs-App auf ihrem Smartphone installieren würden, besonders Jüngere sowie Eltern minderjähriger Kinder. Allerdings sind diese Apps wie z.B. „Leben retten“ von Asklepios nur wenigen bekannt. So kennt nur jeder Fünfte auch nur eine davon und lediglich drei Prozent haben eine installiert.

Seit Januar 2017 gibt es in der Asklepios Klinik St. Georg (Hamburg) das Hanseatische Cardiac Arrest Center. In diesem interdisziplinären Zentrum betreuen Kardiologen, Intensivmediziner und Neurologen gemeinsam Patienten, die nach einem Herzstillstand länger wiederbelebt wurden.

Quelle: Asklepios Kliniken

15. September 2017