Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe haben laut Studie ein erhöhtes Risiko in Verkehrsunfälle verwickelt zu werden

Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe haben laut Studie ein erhöhtes Risiko in Verkehrsunfälle verwickelt zu werden
In dieser Studie wurde die Abweichung der Fahrspurposition im Fahrsimulator genutzt, um potentielle Risiken zu identifizieren und ein Modell für zukünftige Fälle zu erstellen. An der Studie nahmen insgesamt 129 Patienten mit unbehandelter obstruktiver Schlafapnoe (OSAS) mittleres Alter teil. Sie wurden mit 79 Kontroll-Probanden mit gleichem Alter und Fahrerfahrung verglichen. Alle Teilnehmer füllten einen Fahr-Fragebogen aus, bevor sie den Simulator benutzten. Zusätzlich wurden verschiedene weitere Daten gesammelt, unter anderem der “Epworth Sleepiness Score” (ESS), ein validierter Schläfrigkeits-Score um subjektiv empfundene Müdigkeit den Sauerstoff-entsättigungsindex (ODI) zu erfassen. Kontrollprobanden führten die Simulation einmal durch, während OSAS-Patienten an 2 verschiedenen Terminen die Simulation durchführten. Das Simulator-Ergebnis wurde in 3 Ergebnisse, bestanden, durchschnittlich und durchgefallen, eingeteilt.Verglichen mit den Kontroll-Probanden berichteten OSAS-Patienten über mehrmaliges Einnicken und erhöhte Müdigkeit während der Fahrt. Des Weiteren bestanden sie weniger häufig die Simulation (31% vs. 53%) und fielen öfter komplett durch (20% vs. 0%). Bei den Kontroll-Probanden bestanden 53%. Dagegen hatten 47% lediglich ein durchschnittliches Fahrverhalten und keiner fiel durch. Bei den OSAS-Patienten bestanden 31%, ein durchschnittliches Fahrverhalten wiesen 49% auf und 20% fielen durch. Spurabweichungen waren deutlich schlimmer bei denen, die durch den Test fielen. Nach Ansicht der Autoren Dr. Akshay Dwarakanath, Dr. Mark Elliott und Kollegen von dem St. James Universitätskrankenhaus, Leeds, Großbritannien, ist die Spurabweichung ein Indiz für schlechtere Fahrleistung. In der Studie hatten unbehandelte OSAS-Patienten ein 2-6-fach erhöhtes Risiko für einen Verkehrsunfall verglichen mit den Kontroll-Probanden.

Quelle

13. September 2016