Protein als neue Möglichkeit für Therapieansätze bei Schleimbildung

Protein als neue Möglichkeit für Therapieansätze bei Schleimbildung
Bis vor kurzem wurde das Protein CLCA1 für einen Ionenkanal gehalten, der Chlorid-Ionen durch die Zellmembran schleust. Weitere Forschungen am Ionenkanal bestätigen nun, dass dieses Protein an der Schleimproduktion in den Atemwegen verantwortlich ist. Die Ionenkanal-Funktion selbst übernimmt das Protein TMEM16, während CLCA1 das Protein in der Zellmembran stärkt und somit durch seine Verfügbarkeit die Anzahl der Ionenkanäle reguliert.
Das Protein bietet daher einen guten Therapieansatz. Es könnte bei COPD oder Asthma z.B. die Schleimproduktion verringern, wenn CLCA1 sich nur selten im Körper befindet. Die Menge des Proteins sollte aber z.B. bei MS erhöht werden, da es eine Verflüssigung des sehr zähen Schleims bewirken könnte.
Wissenschaftler vermuten, dass solche Proteine auch bei der Entstehung von Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen wichtige Beteiligte sind. Es muss nun weiter geforscht werden, um diese Erkenntnis für eine Therapie nutzen zu können.
26. Mai 2015