Wann hilft eine Strahlentherapie bei Lungenkrebs?

Wann hilft eine Strahlentherapie bei Lungenkrebs?
Auch heute noch wird Lungenkrebs oft erst dann erkannt, wenn keine Heilung mehr möglich ist. Meist wird dann keine Operation mehr vorgenommen, da diese zu riskant sind. Anstelle dessen werden Chemotherapien und Strahlentherapien angewandt, um den Tumor zu verkleinern und die Bildung von Metastasen zu verhindern.
Wie wichtig eine zusätzliche Bestrahlung ist, wurde nun durch eine Studie belegt. Strahlenbehandlungen können einen weit fortgeschrittenen Tumor oft zurückdrängen. Bei der Studie erhielten alle 191 Patienten eine Chemotherapie und die Hälfte von ihnen zusätzlich eine Strahlentherapie. Patienten, die beide Therapien bekommen hatten, verlängerten ihre Überlebenszeit mit gleichbleibender Lebensqualität von durchschnittlich 9,7 Monate auf 12,6 Monate.
Die häufigste Komplikation der Kombibehandlung war eine vorübergehende Entzündung der Speiseröhre. Diese ist sehr schmerzhaft und behindert die Nahrungsaufnahme, weswegen einige Krankenhausaufenthalte nötig waren.
Ärzte empfehlen die Kombibehandlung allerdings nur Patienten, die nicht durch Alter oder Erkrankung stark behindert sind. Die bereits stark eingeschränkten Patienten sollten vorerst keine Kombitherapie bekommen, da sie für diese noch keine Perspektive auf eine Lebensverlängerung bietet. Allerdings sollte jeder Patient mit dem Arzt zusammen entscheiden, welche Therapie für ihn die richtige ist.
24. Juni 2014