Für Betroffene in der außerklinischen Intensivpflege entfällt ab Juli 2026 der bisherige Eigenanteil – im Jubiläumsjahr knüpft die AKI-Einrichtung an ihre Gründungsgeschichte an
Die Geschichte des ZBI Berlin beginnt nicht mit einer abstrakten Versorgungsidee, sondern mit einem Menschen: Bert Dreier, dem Ehemann der Gründerin Heike Dreier. Er war intensivpflegebedürftig. Aus dem Wunsch heraus, für ihn und andere schwerstkranke Menschen eine würdevolle, fachlich hochwertige und zugleich menschliche Versorgung zu schaffen, gründeten Heike Dreier und Dr. Wolfgang Kalkhof das Zentrum für Beatmung und Intensivpflege im “Storkower Bogen” (kurz: ZBI). Am 1. Dezember 2006 wurde das ZBI eröffnet; nur wenige Tage später zog Bert Dreier als erster Patient ein.


Abbildungen: Das ZBI Berlin, Zentrum für Beatmung und Intensivpflege Berlin im Storkower Bogen/Ausbildung in der Beatmungs-Wohngemeinschaft des ZBI. Fotos: ZBI Gruppe
Heute, im Jahr des 20-jährigen Bestehens, erreicht diese Gründungsgeschichte einen neuen Meilenstein: Das ZBI Berlin setzt als erstes Haus in Berlin die neuen Finanzierungsmöglichkeiten in der außerklinischen Intensivpflege um. Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner entfällt ab dem 1. Juli 2026 der bisherige Eigenanteil in der Versorgung.
„Für uns war das ZBI von Anfang an mehr als eine Einrichtung. Es ist aus der Sorge um einen geliebten Menschen entstanden – und aus dem Wunsch, dass schwerstkranke Menschen nicht nur sicher versorgt, sondern auch gesehen werden. Dass wir 20 Jahre später, zusammen mit Annett Zimpel und Judith Sittig (Geschäftsführerinnen), als erstes Haus in Berlin eine Lösung umsetzen können, die Betroffene und Angehörige finanziell spürbar entlastet, berührt uns sehr.“ Heike Dreier und Dr. Wolfgang Kalkhof, Gründer und geschäftsführende Gesellschafter der ZBI Gruppe

Ab dem 1. Juli 2026 wird ein großer Teil der bisherigen ambulanten Wohneinheiten in eine stationäre Einrichtung der außerklinischen Intensivpflege überführt. Künftig werden die Kosten der Versorgung über die zuständigen Kostenträger getragen. Dazu zählen insbesondere Pflege, Unterkunft, Verpflegung, Wäsche, Ausbildungsumlage und Investitionskosten. Ein bisher notwendiger Eigenanteil der Betroffenen entfällt.
Zum 1. Juli 2026 stehen im ZBI Berlin zunächst 56 stationäre Plätze zur Verfügung. In einem zweiten Schritt wird zum 1. Oktober 2026 auch die bisher noch ambulant geführte Wohneinheit 4A umgestellt. Damit verfügt das ZBI Berlin ab Oktober 2026 über insgesamt 68 stationäre Plätze in der außerklinischen Intensivpflege und wird vollständig als stationäre Fachpflegeeinrichtung geführt.
Die Weiterentwicklung erfolgt vor dem Hintergrund veränderter gesetzlicher und struktureller Rahmenbedingungen in der außerklinischen Intensivpflege. Grundlage sind unter anderem die Weiterentwicklungen im Zuge des Intensivpflege- und Rehabilitationsstärkungsgesetzes (kurz: IPReG) sowie die Rahmenempfehlungen zur außerklinischen Intensivpflege (nach § 132l Abs. 2 SGB V). Ziel ist es, die Versorgung intensivpflegebedürftiger Menschen qualitativ weiterzuentwickeln, verlässlich zu organisieren und finanzielle Hürden für Betroffene abzubauen.
Das ZBI Berlin versteht diesen Schritt zugleich als Leuchtturmprojekt: Gemeinsam mit den zuständigen Kostenträgern, die diesen Weg konstruktiv mit dem ZBI gehen, entsteht ein Modell, das zeigen kann, wie außerklinische Intensivpflege unter neuen Rahmenbedingungen verlässlich, qualitätsgesichert und für Betroffene finanziell entlastend organisiert werden kann.

Abb.: (li.) Annett Zimpel, Geschäftsführerin Pflege und Organisation und (re.) Judith Sittig, Geschäftsführerin der ZBI Gruppe. Foto: ZBI Gruppe
„Diese Entwicklung ist für uns ein wichtiger Schritt, weil sie fachliche Qualität, verlässliche Strukturen und eine konkrete Entlastung für Betroffene zusammenführt. Wir führen damit weiter, was das ZBI seit seiner Gründung prägt: Pflege muss sicher, gut organisiert und zugleich menschlich bleiben.“ Judith Sittig, Geschäftsführerin der ZBI Gruppe
Das ZBI Berlin ist seit vielen Jahren auf die Versorgung von Menschen mit außerklinischem Intensivpflegebedarf spezialisiert. Dazu gehören unter anderem Patientinnen und Patienten mit Beatmungspflicht, neurologischen Erkrankungen, schweren Schädel-Hirn-Schädigungen oder Wachkoma. Die Versorgung erfolgt durch qualifizierte Pflegefachkräfte und ein multiprofessionelles Netzwerk aus therapeutischen, medizinischen und pflegerischen Fachbereichen.
„Außerklinische Intensivpflege braucht ein gutes Zusammenspiel vieler Menschen: Pflegefachkräfte, Therapeutinnen und Therapeuten, Ärztinnen und Ärzte, Angehörige und Kostenträger. Unser Anspruch ist es, diese Versorgung auch unter neuen Rahmenbedingungen fachlich stark und nah am Menschen zu sichern.“ Annett Zimpel, Geschäftsführerin Pflege und Organisation der ZBI Gruppe
Mit der neuen Finanzierungsstruktur entsteht für Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige eine spürbare Entlastung. Gleichzeitig stärkt die Umstellung die langfristige Versorgungsqualität am Standort Berlin-Lichtenberg. Das ZBI Berlin versteht die Weiterentwicklung daher als wichtigen Beitrag zur Zukunft der außerklinischen Intensivpflege in der Hauptstadt – und als Ausdruck seines Anspruchs, Pflege immer vom Menschen her zu denken.
Über das ZBI Berlin
Das Zentrum für Beatmung und Intensivpflege im „Storkower Bogen“ GmbH ist eine spezialisierte AKI-Einrichtung und Fachpflegeeinrichtung für außerklinische Intensivpflege in Berlin-Lichtenberg an der Grenze zu Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Der Schwerpunkt liegt auf der Versorgung von Menschen mit Beatmungspflicht, neurologischen Langzeiterkrankungen und hohem intensivpflegerischem Unterstützungsbedarf. Das ZBI Berlin wurde 2006 eröffnet und feiert 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Seit 2017 liegt die aktive Geschäftsführung bei Annett Zimpel und Judith Sittig, die den von Heike Dreier und Dr. Wolfgang Kalkhof begründeten Weg weiterführen.
Die ZBI Gruppe versorgt heute an 2 Standorten (Berlin & Hamburg | https://zbi-gruppe.com/standorte) 81 Menschen mit intensivpflegerischem Versorgungsbedarf.

Quelle Text und Abbildungen: ZBI Gruppe
Titelbild: Die Geschäftsleitung der ZBI Gruppe, (v.l.n.r. JudithSittig, Heike Dreier, Wolfgang Kalkhof, Annett Zimpel). Foto: ZBI Gruppe





















































