COPD-Erkrankungen nehmen weiterhin zu

COPD-Erkrankungen nehmen weiterhin zu
In den letzten Jahren nahmen viele Lungenkrankheiten an Häufigkeit zu; dies geht aus dem „Weißbuch Lunge 2014“ hervor. Besonders auffällig sind hier die Entwicklungen von COPD. Im Jahr 2011 sind nach „Weißbuch Lunge“ knapp 15.000 Männer und 11.000 Frauen an COPD gestorben, was im Vergleich zu Jahr 2005 bereits ein Anstieg um fast 25% war. Im Jahr 2013 gab es bereits 29.882 Todesfälle durch COPD, was einen Anstieg von nochmals 10% im Vergleich zu 2011 macht. Die aktuelle Todesursachenstatistik zeigt COPD auf Platz fünf.
Auch für die nächsten Jahre wird ein Anstieg von COPD-Fällen erwartet und erst ab 2050 soll mit einem langsamen Rückgang gerechnet werden. Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die Bevölkerung immer älter wird und vor allem ältere Menschen an einer COPD erkranken. Außerdem hat sich das Rauchverhalten geändert, da nicht mehr nur der Mann raucht. Längst greifen auch Frauen zur Zigarette, wodurch diese eine größere Zielgruppe erreicht und somit mehr Menschen einem höheren Risiko an COPD zu erkranken ausgesetzt sind als noch vor einigen Jahren.
Das neue Nichtrauchergesetz konnte bislang keinen positiven Einfluss auf die Entwicklung der COPD-Rate machen. Allerdings gibt es heute mehr Patienten, die an COPD erkrankt sind, obwohl sie niemals in ihrem Leben geraucht haben, als noch vor einigen Jahren.
19. Mai 2015